Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
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4VO I.TH. 2.Abschtt. 2.Kap. Substantiv.

gamm, wird zwar auch gemeiniglich hierher ge-rechnet; allein, da man im Plural die Brämi-gamme ohne Mißklang sagt, so können des Bräustigammes und dem Brämigamme eben so we-nig Übellaut verursachen, so häufig auch die ver-kürzte Form gebraucht wird. Leichnam, Ei-dam, pilgrimm, Gheim, Gram, Balsamu. a. m. sind in eben demselben Falle, und dürfendaher um ihr e im Singular eben so wenig ge-bracht werden, zumahl da sie dasselbe im Pluralohnehin annehmen müssen. Harte Mundartenverbeissen zwar dieses e im Genitiv und Dativ so-wohl in diesen Wörtern, als auch in allen übrigen,die etwa ausgenommen, welche sich auf ein s, sch,z und t endigen, und machen diese Verbeissungwohl gar zur Regel; allein das kann der Hochdeut-schen Mundart nicht zur Vorschrift dienen.

Und dem §. 179. Wo das e im Genitive nicht verbissenDativ. werden darf, da kann es im Dative noch wenigerwegfallen, weil er dessen characterisiischer Biegungs-laut ist. Folglich sind den: Baume, dem Arme,zu seinem tVohle, an diesem Abende u. s. f.richtiger, als ohne e. Daß dieses e, wenn ein Sub-stantiv mit einer Präposition und ohne Artikel, alsein Abstractum oder Materials stehet, oft wegfallenkönne und müsse, wird in dem Syntare vorkommen.Äußer dem leiden es auch diejenigen nicht, welchees im Genitiv nicht dulden, wie Gehorsam,Ärhem, Broden, und, doch nur dem gemeinenGebrauche nach Bräutigam, oder vielmehr Bräusrigamm.

Wclche H. izo. Diese Declination begreifft sehr vieleWvmr da- Substantive, sowohl Wurzelwörter als abgeleitete,bm geh»- Besonders gehören dahin: 1. Alle abgeleitete auf

ling