Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
413
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5. Von der Declination. §. igz.iZ^ 4^

des sechzehnten IahrhunderteS häufig vor. Esscheinet daher, daß dieser Plural, welcher den nor-dischen Mundarten, und besonders der Niedersächsi-schen, vorzüglich eigen ist, erst in den spatern Zeiten,durch die Wanderungen und Vermischungen derVölkerschaften im Hochdeutschen so häufig geworden.

Da der Singular hier ganz mit der vorigenDeclination überein kommt, so darf das e im Ge«nitiv und Dativ auch hier nicht wegfallen. Gott ist das einige Wort, welches, wenn es als ein eige-ner Nahme des wahren Gottes ohne Artikel ge-braucht wird, den Dativ nie bezeichnet, was Gott gefällig ist, welches auch sehr häufig geschiehet,wenn es appellative gebraucht wird, dein Gott desFriedens. Wenn sich hingegen der Nominativbereits auf ein e endigt, fo fällt das e derBiegungs-sylbe durch die ganze Declination ohnehin weg;indessen ist Gewölbe das einige Wort dieser Art,welches aber im Plural auch häufig die Gewölbefür Gewölber lautet, und alsdann nach der fol-genden dritten gehet. Gemählde und Gemüse ha«ben nur im Oberdeutschen im Plural ein r. AndernNeutris, welche sich auf keinen gelinden Hauptlautendigen, welcher in der Aussprache gelinde lautensoll, dieses eanzuhängen, ist fehlerhaft, sooft manauch im gemeinen ieben das Gemüthe, Gesichte,Gespenste, Geschlechte u. s. f. liefet und höret.

§> 184. Alle Wörter dieser Declination haben Wörterden Umlaut. Die allermeisten sind Neutra, wo- derselbe»,hin auch die abgeleiteten auf rhum gehören, einigewenige sind Masculina. Hier ist ein Verzeichniß bey-der, wovon diejenigen, welche nur im gemeinen Le-ben, oder Nur in einigen Provinzen nach dieser De-clination gehen, in der edlern Schreibart aber nach

andern^