Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
430
Einzelbild herunterladen
 

4ZO I.TH. 2.Abschn. 2.Kap. Substantiv.

Bey «manchen ist man noch jetzt zweiffelhast,wie man ihren Nominativ bilden soll, wohin beson-ders Buchstab, Buchstabe und Buchstaben,Lußstapf, Lußstapfe und Lußstapfen gehören,von welchen Formen doch Buchstab und Hujista--pfen die üblichsten sind.

Noch mehr Ungleichheiten hat diese verschiedeneForm des Nominatives in der Declination gemacht,weil man ansanglich nicht wußte, und zum Theilnoch jetzt streitig ist, wie man dergleichen Wörterdecliniren sollte. Manche völlig verkürzte einsylbi-ge Wörter werden daher im Hochdeutschen oft nachder ersten Declination gebeuget, wie Daum, Dau-mes, Plur. Däume; Gauni, Gaumes, (Bäu-me; Rlump, Mumpes, Nlümpe; Lärm,Lärmes, Plur. ungewöhnlich; Rahm, Rahmes,Rähme; GcreiGStreiffes.Srreiffe. Dagegendiese und die meisten übrigen emsylbigen auch nachder folgenden vierten Declination gebeuget werden,welcher sie auch im Oberdeutschen am häufigsten fol-gen. Manche bleiben bey der gegenwärtigen drit-ten Declination, andere folgen der sechsten, und nochandern hat man die im Nominativ genommene Ab-leitungssylbe in den Casibus obliquis wieder gege-ben, und sie alsdann nach dieser driften Declinationgebeuget, woraus aber, um des verkürzten Nomina-tives willen, die folgende fünfte Declination entstan-den ist, S. dieselbe. Manche sind auf mehr alseine Art gangbar; wovon die mit ^ bezeichneteForm im Hochdeutschen die üblichste ist.

Brunn: i. deses, Pl. dieen, nach der6ten. 2. des ^ en, Pl. die^ en, nach der 4ten»z. ^ der Brunnen, des - s, nach der zten.

Daum: