Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
433
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5. Von der Declination. §.193.194. 4ZZ

Da die Beybehaltung oder Wegwerfung derAbleitungssylbe bloß von dem Gebrauche abhanget,so kommt auch die Declination der solcher Gestaltabgekürzten Wörter bloß aus denselben an, undwenn er in Ansehung eines oder des andern Wortesim Hochdeutschen getheilt ober schwankend ist, sosiehet es in eines jeden Willkühr, welcher Form erfolgen will. Die gewöhnlichste ist indessen in denoben angeführten Wörtern mit einem Sternchen be-zeichnet worden, nur daß die Dichter oft gern diekürzere Form und Declination vorziehen.

§. 19z. Ferner 4. gehören in diese Declination 4 Dimlnu-alle Verkleinerungswörter auf cden und lein, wel- Uva aufche im Plural nie den Umlaut bekommen, wenn er ""b -auch in der Ableitung unterblieben seyn sollte: dasAnädchen, des ^nüb-cheus, die V.näbchen,das Sohnlein, des Söhnleins, die Sohulein.Man hüte sich hier theils vor dem NiedersachsischenPlural aus s, welcher in manchen Wörtern dieserArt auch einigen Hochdeutschen anklebet, z. B. dieMädchens für Mädchen; theils vor dem inmanchen gemeinen Sprecharten gewöhnlichen Plu-ral auf er, welchen man den Verkleinerungen aufchen zu geben pflegt, die Nnäbcher, Mädcher,DinIerchcr. Daß diese Wörter wegen des in derAbleitungsylbe bereits befindlichen n dasselbe imDativ nicht weiter annehmen können, verstehet sichvon selbst.

§. 194. 5. Alle Neutra mit den Vorsylben de 5. Neutraund ge, wenn sie, um des gelinden Hauptlautes mit demam Ende willen, das Hochdeutsche mildernde e er- nulderndenfordern: ^

Adel.D.Spr. Ee Das