460 i.TH. 2.Abschn. 2. Kap. Substantiv.
g) Alle auf schaft: Bekanntschaft,Grafschaft, Herrschaft, Gesellschaft, Ivund-schaft, Freundschaft u. s. f.
h) Alle Verbalia auf ung, wenn sie des, Plurals fähig sind: Beleidigung, Belage-rung, Hoffnung, Begegnung u7s. f.
i) Einige alte abgeleitete aufuth, ob siegleich nur im Singular allein gebräuchlich sind:Anmuth, Armuth. Auch die unleugbar mitMuth zusammen gesetzten Wörter weiblichenGeschlechtes, wie Ixleinmuch, Großmuth,Demuth u. s. f. würden dieser Declination fol-gen müssen, wenn sie eines Plurals fähig wären.
z. Viele fremde weibliche Wörter, welche sichnicht auf ein weibliches e endigen, besonders wenn sieden Ton auf der letzten Sylbe haben: ^7arur, Fi-gur, (5ur, Professur, prälatur, Mainer, Maje-stät, Diät, Lacultät, Concordanz, (Observanz,Provinz, im Plural Provinzen, nicht provin-ziell , Person, Musik, Arithmetik u. s. f.
Abweiche»- §. 212. Zu den Abweichungen dieser Declina-de Wörter, tion gehören besonders: 1. die schon gedachten Mut-ter und Tochter. 2. Die Lasten, welches imSingular und Plural unverändert gebraucht wird,dagegen im Oberdeutschen der Singular richtigerdie Laste lautet, z. Das Wort die Geschichte,welches im Plural die Geschichten haben sollte,allein am gewöhnlichsten gleichfalls Geschichte lau-tet, ohne Zwsiffel von dem veralteten OberdeutschenSingular die Geschickt, der nach der folgendenDeclination im Plnral völlig richtig die Geschich-te hat.
Achte