5. Von der Declination. §. 222.225. 48z
Wörter ein einheimisches 'Ansehen zn geben, um siehernach auf einheimische Art beugen zu können.Dieses bestehet darin, daß man aus denCasibusobli-auiö einen schicklichen Consoncmten herauf nimmt,und dadurch den zur Deutschen Declination unschick-lichen Nominativ vermittelst desselben derselben fä-hig macht. Es geschiehet dieses vornehmlich bey denallgemeinen Lateinischen Nahmen, welche sich auf
0, ic>, LN5 und endigen, in welchen man das 1tundr der übrigen Casuum an den Nominativ hängt:Sermon, von termv, lermoms, Client, von'-l^n^clienti5. So auch Proportion, Actton, Consosnanr, Repräsentant u. s. f. Siehe diese Endun-gen im folgenden. Die Franzosen haben diese Ge-wohnheit auch, und es kann seyn, das? die Deutschenselbige von ihnen entlehnet haben; indessen scheinetes, daß sie nichts anders ist, als eins Wiederherstel-lung des alten Nominatives, der sich ursprünglich .auf ein n oder t geendigt haben muß, ehe Mißbrauchoder Cultur der Lateinischen Sprache ihre noch jetztübliche Gestalt gegeben, da man denn das n deSNominatives aus eben der Unart oder Liebe zurKürze weggelassen haben kann, welche so viele Deut-sche Wörter auf en im Nominativ um ihre Ablei-tungssylbe gebracht hat, die man ihnen doch in denübrigen Casibus wiedergeben muß : der Schreck,des Schreckens, dem Schrecken u. s. s. Soauch Lermo, Lerinoni--, Leilnoiü u. s. f.
§. 22z. Hat nun durch eines dieser drey Mittel, VerzeichM
1. durch Wegwerfung der Biegungssylbe, oder 2. ^ ^u^ni-durch Setzung einer Deutschen Ableitungssi'lbe an ^"^"^Statt der fremden, oder z. durch Wiederherstellung
des alten Nominatives, der Nominanv des frem-den Wortes ein Deutsches Ansehen erhalten, und