Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
513
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5. Von der Declination. §.229.2zc>. 51z

samkeit auf die wahre Absicht des Artikels in diesemFalle wird das Fehlerhafte einer solchen Declinationvermuthlich hinlänglich zeigen.

Da aber eigene Nahmen auch appellative stehenkönnen, welches besonders der Fall ist, wenn dernicht bloß der Artikel, sondern das demonstrativePronomen ist, oder wenn der Nahme im Plural ge-braucht wird: so ist alsdann die Biegung nichtallein erlaubt, sondern auch nothwendig. DieRegierung des vierzehenten Ludwigs; zu denZeiten des Carls, welcher enthauptet ward;die Tändeleyen des witzigen Frankreichs ;gib es den, Friedriche da; alle die Ludwige,welche in Frankreich regieret haben!

§. szo. Da das Verhältniß des Nominatives Ange-schon durch sich selbst bestimmt genug ist, oder viel- schränkte»:mehr, da die Deutsche Declination keinen eigenen CiimuchBiegungölaut für den Nominativ hat, so bedarf er derselben,auch nicht erst durch den Artikel bezeichnet zu werden:Eaul sprach zu dem David, Wolf schrieb ei-ne Logik, nicht der Saul oder der N)olf. Ge-schiehet solches im gemeinen Leben dennoch, so istdas der nicht der bloße Artikel, sondern das Prono-men, welches man aus einer Art von Geringschä-tzung gebraucht/ und gleichsam mit Fingern auf diePerson zeiget: der Caspar ist wieder da, dieSchwarzinn sagte es.

Dieser geringschätzige Nebenbegriff hangt demArtikel, wenn er als bloßes Declinations-Zeichenvor den eigenen Nahmen gebraucht wird, auch inden Casibus obliquis in vielen Fallen an, indem sichimmer der Begriff des Pronominis mit einschleicht,besonders bey den Nahmen noch lebender oder sehrhoher Personen, daher man in solchen Fällen, undAdel-.D.Spr. Kk wenn