Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
515
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5. Von der Declination. §.2zi. 515

Nahmen auch der eigenen Biegung nicht entbehren,wenn sie gleich den Artikel bey sich haben: die Deut-schen, die Kölner, die Elbe , die Größe derDonau, von dem Rheine kommen, das Nas-ser des Jordans, an dem Vesuve wohnen,nach dein Harze reisen.

Hingegen werden die Nahmen der Länder lindbewohnten Örter im Deutschen so individuell be-trachtet, daß sie auch die Declination mit dem Arti-kel nicht vertragen, außer wenn sie ein Adjectiv vorsich haben, in welchem Falle sie gewisser Maßen zuGattungswö'rtern werden» Man sagt nicht, demFrankreich den Zxrieg ankündigen, der Fleißdes Deutschland, oder des Englands , ich lo-be mir das Berlin ; wohl aber, dem mächrigenFrankreich, des volkreichen Deutschlands ,das angenehme Derlin. Ausgenommen sindhier nur solche iänder- und Örternahmen, welcheentweder noch jeht Appellativä sind, vder deren ehe-mahlige appellative Beschaffenheit noch in frischemAndenken schwebet, daher sie auch wie andere Gar-tungsnahmen behandelt werden und den Artikelnicht nur dulden, sondern erfordern: die 51?ark,die Lausitz, die Eiffel, die Lombarde?, dieN)allachey, die Lausitz, (aber nicht die Schle-sie, sondern Schlesien, ) die Leuchrenburg, derAönigstein u. s. f. Da die meisten übrigen Län-der- und Stadtenahmen eine sehr mangelhafte De-clination haben, und Nur allein den Genitiv (S.H. 240.) viele aber auch diesen nicht bezeichnen kön-nen (S. §. 235.), und der Casus auch durch den Ar-tikel nicht ausgedruckt werden darf, so Macht solchesin solchen Fallen freylich Dunkelheit, wenn der Ca-sus bestimmt seyn sollte» Diese zu heben, fugetman einem solchen Nahmen entweder ein Beywort

Kk -» bey,