Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
555
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Von den Zahlwörtern. §.259. 555

schon hinlänglich anzeigen: sondern den Gradender Bestimmung nach, indem ein Gattungswortdurch die Zahl schon scharfer bestimmt wird, alsdurch die bloße Selbständigkeit. Die Bestimmungdes Umfanges eines Gattungswortes, d. i. die An-zeige, wie viel von den unter demselben begriffenenEinheiten der Sprechende verstanden wissen will,geschiehet durch die Zahlwörter, welche theils schonum dieses Begriff willen, theils aber auch wegenmancher Eigenheiten in ihrem Gebrauche, allerdingsals ein eigener verschiedener Redetheil anzusehensind, daher ihnen auch von denjenigen Sprachlehrernein eigenes Kapitel angewiesen worden, welche sieauch nicht eigentlich für einen abgesonderten Rede-theil erkannt haben.

Eigentlich ist die Zahl der unter einem Gat-tungsworte begriffenen Dinge, ein Umstand; eHkommt nur darauf an, wie man sich diesen Um-stand gedenken will, ob man ihn für sich allein den-,ken, oder ihn dem Substantive, welches er bestim-met, als einverleibt vorstellen will. Im erstenFallebedarf er der Concretions, und Biegungölaute sc»wenig, als ein anderes bloßes Umstandswort; imletztem Falle aber sind sie unentbehrlich. Es scheint,daß die dunkele Empfindung des Ähnlichen denDeutschen, aber nicht den Deutschen allein, sondernmich sehr vielen andern Völker«,, hier nicht laut ge-nug geprediget habe; wenigstens weiß ich keine an»dere Ursache, warum man die Zahlwörter nicht ins-gesammt auf eine einförmige Art gepräget, und sieentweder völlig unbiegsam, wie andere UmstandS»Wörter, gelassen, oder sie, wie andere Bestimmungs-wörter des Substantives durchaus mit den gehöri-gen Motions -bauten versehen haben sollte. Ur-sprünglich waren sie so, wie alle Adjectiva, vermnth-