556 i.TH. 2.Abschn. 4. Kap.
lich unbiegsam; als man in der Folge bey mehr Cul-tur und Verfeinerung den Sah dunkel befolgte, daßalleö, was das Substantiv unmittelbar bestimmensollte, einige Umstandswörter ausgenommen, dem-selben als einverleibt gedacht, folglich mit vollstän-digen Biegungslauten versehen werden müßte: sosing man an, auch die Zahlwörter zu biegen; abernicht alle, sondern nur einige, und auch diese nurin manchen Fällen, vermuthlich, weil man nichteinig werden konnte, was als ein bloßer Umstandfür sich allein, oder als ein einverleibter, d. i. con-crescirter, Umstand gedacht werden sollte. Daherist es denn gekommen, daß unsere Zahlwörter nureine unvollkommene Biegung haben,
§. 260. Der Umfang eines GattungöworteSkann auf gedoppelte Art angegeben werden, entwe-der auf eine bestimmte Art, mit ausdrücklicher Be-merkung der Zahl der Einheiten, oder auf eine all-gemeine Art, ohne Bezeichnung der Zahl. Daserste geschiehet durch die <^aupt- oder Grundzah-len, (Numeros Cardmalcs,) das letztere aberdurch allgemeine Zahlwörter, welche den Um-fang nur überhaupt ohne ausdrückliche Angabe derZahl der Einheiten ausdrucken.
I. Bestimmte Zahlwörter.
Zhre Bild, §. 261. Die gewöhnlichen Sprachlehrer, welchednng. bloß auf den Begriff der Zahl, nicht aber auf dieArt und W"ise der Bestimmung des Substantivesdurch dieselbe sehen, rechnen alles zu den Zahl-wörtern, was sich nur auf einige Art auf eine be-stimmte Zahl beziehet. Daher theilen sie die Zahl-wörter in ^aupr- oder Grundzahlen, Grd,nungszahlen, theilende Zahlen, Zahlnennwör,
ter
Emthei-lung dcrZahlwör-ter.