Von den Zahlwörtern. §. 265. 557
ter u. s. f. Allein im grammatischen Verstände,wo von den Wörtern als Redetheilen gehandelt wird,gehören nur die ersten hierher, die übrigen aber zuden Adjectiven und Substantiven, wie an seinemOrte gezeiget werden wird.
Die bestimmten Grund - oder Hauptzahlen sindin Ansehung ihrer Bildung theils Wurzelwörter,theils abgeleitete, theils zusammen gesetzte. Schonhieraus erhellet zum Theil, daß sie nicht mit deut-lichem Bewußtseyn der Zahl der Einheiten , nichtzu einer Zeit, und vielleicht auch nicht bey einemVolke entstanden sind. Die meisten einfachenGrundzahlen sind allgemeine Benennungen derMenge oder Vielheit, welche erst nach und nach, sowie das Bedürfniß es erforderte, auf gewisse be-stimmte Zahlen eingeschränket worden. Dieß wür-de sich wenigstens von einigen sehr einleuchtend be-weisen lassen, wenn gegenwärtiges Werk weitläufi-ge etymologische Untersuchungen verstattete.
Wurzelwörter sind: ein, zwey, drey, vier,fünf, sechs, acht, neun.
Abgeleitete: 1. siebten, zeh-en, (Zusammengezogen zehn,) wo die Sylbe en eben dieselbe zuseyn scheinet, welche so oft auch andere Umstands-wörter bilden hilft, z.B. oben, unten, vornen,außen. 2. Die Zahlwörter für die Zehner, wel-che vermittelst der Sylbe zig von den Nahmen derEiner abgeleitet sind, welche aber dabey allerleyVeränderungen erlitten haben, zum deutlichen Be-weise, daß nicht alle diese Wörter bey einem undeben demselben Volke zu Hause sind: zwanzig fürzweyzig, dreyßig für dreyzig, vierzig, fünfzig(nach der gemeinen Hochdeutschen Aussprache fuf-zig,) für fünfzig, sechzig für sechszig, siebzig
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