Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
578
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578 t. Th. 2. Abschn. 4. Kap.

ein Siedener, eine Münze von sieben, und eu»Sicbzehner von siebzehen KreuHei n. 2. Ein Mit-glied eines Collegii von so viel Personen, als dasZahlwort andeutet: ein Achter, Sicbener, Zeh-ner, Siebzehner u. s. f. in vielen Gegenden einMitglied eines Collegii von acht, sieben, zehen, sieb-zehen Personen. z> Männliche Zeitzahlen zu bil-den, welche wieder weibliche Ableitungen auf im»verstatten: ein Dreyßiger, eine Mannsperson vondreyßig Jahren, eine Dreyßigerinn, eine weibli-che Person von eben so viel Iahren. So auch einFünfziger, Sechziger,Siebziger u.s. s. Kommtnoch eine kleinere mit unb verbundene Zahl dazu,so schreibt man beyde lieber getheilt! ein Acht undvierziger, ein Mann von acht und vierzig Iahren.4. Zeitzahlen anderer Art zu bilden: ein Acht undvierziger, ein Wein von 1748, ein Siebzchncr,ein Wein von 1717. So auch ein Sechs lindneunziger, von 1696 u. s. f. 5. Zahlfigurcn, inglei-cheu Kartenblärter mit so viel Augen zu bezeichnen,als das Zahlwort andeutet! ein Einser, Zroeyer,Dreyer u. s. f. Welche Form doch nur in den nie-drigen Sprecharten üblich ist, indem Man dafür inder edlern das Zahlwort unverändert im weiblichenGeschlechte gebraucht, eineLLins, cineZrvey u.s.f.Siehe den vorigen §. In einigen OberdeutschenGegenden bildet mau dergleichen Substantiva vonden Ordnungszahlen, ein Zweyter, Vierter, Fünf-ter u. s. f. die Einheit ausgenommen, wo das abge-leitete Wort Bnsrer lautet. Da wir keine bekann-te Ableitungssylbe ter haben, so müssen diese Wör-ter von den Ordnungszahlen gebildet seyn, in wel-chem Falle sie aber einen ganz falschen Begriff ge-währen, und folglich verwerflich sind. Endlichgebraucht man 6. die auf solche Art abgeleiteten

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