Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
585
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Von denZahswörtem. §.274. 585

wie in sämmtlich, halb, ganz u. s. f. der Fall ist,so gehöret e6 zu den Adjectiven. Ist aber die Con-crction und darin gegründete Biegung nur unvoll-kommen, welches von einigen dieser allgemeinenZahlwörter gilt, oder unterscheiden sie sich auf an-dere sArt von den Adjectiven, so ist e6 wenigstenskein Fehler, sie bey den Zahlwörtern zu lassen, zuwelchen sie dem Begriffe nach ohnehin gehören/zu-mahl da sie ihrer Eigenheiten wegen in einer Sprach-lehre doch besonders ausgeführet werden müssen.

Man merke von der Declination dieser Wörternoch folgendes überhaupt. Diejenigen, welche denUmfang ihres Substantives sehr genau bestimmen,wie all, kein, jeder, mancher, einiger, etlicher,leiden den bestimmten Artikel nicht vor sich, weil dieBestimmung hier schon schärfer ist, als sie durch denArtikel geschehen kann. Die unbestimmtem vielund wenig erfordern ihn in manchen Fallen, wer-den aber auch häufig unbestimmt und folglich ohnedenselben gebraucht. Man hat daher gut gesunden,die meisten dieser allgemeinen Zahlwörter mit voll-ständigen Geschlechts - und Declinations-Zeiä)«n zuversehen, wodurch sie sich den Adjectiven nähern,daher auch alle drey Fälle der adjectivischen Decli-nation bey ihnen Statt finden.

1. Gehet der bestimmte Artikel oder ein Prono-men mit vollständigen Biegungslauten vor ihnen her,so werden sie, wie ein jedes anderes Adjectivum indiesem Falle decliniret: der viele N>cin, des vie-len XVcines u. s. f. dieser wenige 5Vein, dieseswenige Geld, dieses wenigen seines, dieseswenigen Geldes u. s. f.

2. Gehet der unbestimmte Artikel oder ein sol-ches Pronomen vorher, welches für den Nominativ

Oo 5 und