Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
597
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Von den Zahlwörtern. §.280. 597

art und im Dativ eben so unveränderlich gebrauchtwird, als ein anderes Umstandswort: wenig Der-dicnjte haben, vor wenig Tagen, an wenig(Drren, wenig Fleiß anwenden, das hac mirwenig Mühe gemacht; ob man gleich auch sa-gen kann, vor wenigen Tagen, an wenigen«1>rtcn u. s. f. Daß es aber ordentlich gebeugetwerden müsse, wenn der bestimmte Artikel oder einPronomen vorgehet, ist schon oben gesagt worden.Eben dieses findet auch Statt, wenn es ohne Haupt-wort stehet, und der Casus angezeiget werden muß,z. B. wenn eine Präposition vorher gehet: nur wesnigein zufrieden seyn.

§. 280. Beyde Wörter bestimmen den Begriff JhrcStei-der Mehrheit mir allgemein, so daß derselbe der gcumg.Vermehrung oder Verminderung sahig ist. Sieleiden daher auch die Steigerung, nur daß viel sei-nen Comparativ mehr, und Superlativ meijt vondem veralteten gleich bedeutenden Zahlworrcj mehentlehnet, wenig aber die Steigerung auf die ge-wöhnliche Art aus sich selbst macht.

Mehr und weniger gleichen in dem Gebrau-che ihren Positiven, noch mehr aber den Zahlwör-wörteru zwey und drey, indem sie, wenn kein an-dsreS roncrescierccö Bestimmungswort vorher gehet,im Nominativ und Aecusativ sowohl der Einheit,als der Mehrheit, nie concrescieret werden, sondernallemahl unverändert bleiben: es kamen nochmehr Menschen; ich brauche mehr Geld;es gibt hier weniger Einwohner ais dorc; erbesiyr weniger Verdienste; es braucht nochmehr Gewißheit, nicht mchrere. Wohl aberbekommen sie im Genitiv und Dativ die Bicgnngs-zejchen, sie mögen ihr Substantivum bei) sich haben

Pp z oder