Von den Zahlwörtern. §.281.282. 599
Die Superlative von beyden gleichen in ihremGebrauche den Adjectiven. Der von mehr lauteteigentlich nwhrste, noch häusiger aber meiste; je-nen ziehet man seit einiger Zeit in der edlernSchreibart diesem vor, welchen man, obgleich ohneNoth, für niedrig hält: der mehrcste Theil, diemchrestcn Stimmen, für der meiste, die mei-ste, die meisten; am mehrsten, am meisten.
§. 281. Mancher, manche, manches, be-Von ma>»!zeichnet mehrere Dinge eines Gattungswortes init ^er.einem schwachen Nebenbegriffe der Vielheit, so wiedie folgenden cü>lIe und etliche mit einem schwa-chen Ncbenbegrisfe der Wenigkeit. Es leidet keinanderes concrescieries Bestimmungswort vor sich,und wird daher nach der dritten Declination derAdjective gebenget, nnr daß es im männlichen undsächlichen Genitiv des Singulars manches fürmanchen hat. Der Bedeutung nach kann es aufgedoppelte Art gcbrancht werden, sowohl distributi-ve, da es nur allein im Plural gebraucht wird:manche Menschen sind glücklich, manchenicht; unsere Geduld muß durch manche Fäl-le geübt werden; als auch collective, in welchemFalle es auch den Plural leidet: mancher Menschist glücklich, mancher nicht; manchem ist die-ses angenehm, manchem nicht; das liebe Un-gefähr, welches manches Menschen Glücks-stern ist; manches Reiches Untergang, nichtmanchen. Übrigens wird dieses Wort im Hoch-deutschen nie außer der Concretion gebraucht, indemmanch in keinem Falle üblich ist.
§. 282. Einig, das unbestimmteZahlwort, wel- Ein!? undches von dem unbestimmten Artikel ein abgeleitet "Uch-ist, und daher mit dem von dem bestimmten Zahl-
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