6OO I. Tl). 2. Abschn. 4. Kap.
Worte ein abgeleiteten Adjectivs einig nicht verwech-selt werden muß, siehet nebst erlici) dein vorigenentgegen, und bezeichnet mehrere unbestimmte In-dividua mit einem schwachen Nebenbegriffe der We-nigkeit. Bende sind nur darin unterschieden, daßjenes in der edlern Schreibart, dieses aber im ge-meinen teben am üblichsten ist. Beyde gleichendem mancher darin, daß sie nie uncreseiert ge-brauet werden, und kein anderes Bestimmungs-wort vor sich leiden, Sie stehen am hausigsten di-stributive: einige Mnhl; in einigen Stücken;mi» etlicher, oder einiger wenigen TVorce wil-len; einige sagen dieß, andere jenes. Als auchcollective vor Sammelwörtern, Abstractis und Ma-terialibuS, im Singular, in welchem Falle doch er-lici) im Hochdeutschen nicht üblich ist: es ist nocheiniger Mein da; es ist noch einiges Geld,einiges Getreide vorhanden, auf einige Art,einiger Mafien. , Aber nicht vor wahren Appel-lativen: ich glaube nicht, daß er einigen Veskannten hier habe, besser einen.
Wenn das Nennwort die Gattung bezeichnet,aus deren Mitte etwas genommen oder bezeichnetwerden soll, so stehet es nach einig und etlich, so wienach andern bestimmten oder allgemeinen Zahlwör-tern mit von: einige, etliche von uns; viervon euch; mancher von unsern Freunden.In der edlern Schreibart aber auch gern im Geni-tiv: einige, manche der Unglücklichen. Be-sonders wen-, das ^ubstantivum noch ein Prono-men vor sich hat: einige meiner Freunde, manchehiesi-r Fälle. Aber das Zahlwort alsdann hintenzu ftyen, meiner Freunde einige, dieser Fällemanche, ist im Hochdeutschen veraltet; außer nach
einigen