Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
615
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Von dem Beyworte. §.291. 615

schaffenheir, welche durch die Abstraction voildeinselbcn abgesondert worden, oder ist außerdemselben befindlich, folglich ein Umstand. Dieconcrescierte Beschaffenheit oder Eigenschaft im eng-sten Verstände, ist entweder wesentlich und nothwen-dig, so daß sie schon in dem Begriffe des selbstän-digen Wesens enthalten ist, der ewige Gorc, dersterbliche Mensch; oder zufallig, das röcheHaus, der angenehme Schatten. Doch da die-ser Unterschied für die Sprachlehre unfruchtbar ist,vermuthlich, weil die Spracherfinder ihn nicht em-pfanden, so lassen wir ihn fahren. Was außer demDinge befindlich ist, oder ein Umstand, kann durchdie bloße Concretion zwar zu einem Artikel, Zahl-worte und Pronomine, aber nicht zu einer Eigen-schaft werden, sondern muß, wie im vorigen gesagtworden, erst zu einem BeschasfenheitSworte gebildetwerden, ehe es ein Adjectivum werden kann: derheut - lg - e Tag, der hics- ig - e d>rt. Auf derandern Seite lassen sich auch von den Verdis Be-schaffenheit^-und Eigenschaftswörter bilden, wel-che, außer der Beschaffenheit, auch den Umstand derZeit mit ausdrucken, und unter dem Nahmen derParticipien bekannt sind. Es gibt also verschie-dene Arten der Adjective oder Eigenschaftswörter.

1. Solche, welche durch die Concretion von -ur-sprünglichen Beschaffenheüswörtem oder AdverbiiSabgeleitet sind; Adjective in; engsten Verstände,dergleichen die meisten sind.

2. Zu Eigenschaftswörtern durch eine vorher ge-gangene eigene Ableitung, oder auch wohl durch dieZusammensetzung, erhobene Umstandswörter, wor-unter die adjectiven Zahlwörter, und unter diesendie (Ordnungszahlen die vornehmsten sind. Und

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