Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
620
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620 r. Th. 2. Mschtt. 5. Kap.

Artikel der. 2. Die allgemeinen Zahlwörter al-ler, jeder und jeglicher, mancher, einiger unddas collective Zahlwort beyde. Und z. die Prono-iniiAi dieser, jener, der, derjenige und derselbeoder derselbigc, (wo das der die vollständige De-clination versiehet,) selbiger, solcher und weicher.Der bose Mann; lim diejes guten Dors»rzeswillen; mancher kluge Mann; um aller gro-ßen Reichthümer willen; manchem bösenMenschen Gutes thun; jener weise M^nn;einiger guren Gedanken wegen; welches schö-ne L^and; solche großen Städte. So auch, wennmehrere Adjective auf einander folgen : dieser altebrave Mann; jene jchsnen rothen Blumen;um weiches alcen reinen süßen lVeines willen.

Fort- §. 297. Das Adjectivum gehet in diesem Falle

schung. ohne Unterschied des Geschlechtes völlig nach dervierten Declination der Substantive, den Accusativdes Fäminini und Neutrius im Singular ausge-nommen , welche ihr e behalten. Da der Nomina-tiv des Plurales in dieser Declination en oder nhat, so müssen es auch die Adjective bekommen: diegrünen ^Välder, diese ehrlichen Leute, es sindeben dieselben guten Freunde. Im Oberdeut-schen ist es sehr gewöhnlich, den Nominativ und Ac-cusativ des Plurales an dem Adjective in allen Fäl-len auf e zu machen, ohne doch das n ganz auszu-schließen, daher e und en in den meisten Provinzenwillkührlich und ohne Unterschied gebraucht werden.

Im Hochdeutschen herrscht hierin mehr Ein-förmigkeit, indem nach der, dieser, derselbe, der?jenige und jener, das Adjectiv allemahl und fastohne Ausnahme n bekommt. Nur in Ansehungder allgemeinen Zahlwörter und einiger Pronomi -

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