Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
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622 I. Th. 2. Abschn. 5. Kap.

auch die Wirkung aufhören möge, und daß mal,um der Einförmigkeit willen, und zur Vermeidungder so unangenehmen Ausnahmen, sprechen lernte:etliche Griechischen Schriftsteller, einige gro-ßen Bäume, alle übrigen Gäste, viele" neuenThaler, wenige frommen Ixinder u. f. f. Inden übrigen Endungen gehet ohnehin alles wiederordentlich: um einiger Griechischen Schrift-steller willen; aller fremden Gäste N?ohl-ergehen.

Dieses bey Seite gesetzt, ist es also fehlerhaft:1. Wenn man dem Adjective die vollständigen Bie-gungSzeichen gibt, wenn das vorher gehende Be-stimmungswort sie haben sollte: all guter Dor-say, für aller gure Vorsay; um solch reiche»,oder reiches Mannes rvillcn, für um solchesreichen; rvelch dose L.eure, für welche dosenLeute; mir dcro gütiger Erlaubnis), für gü-tigen, weil dero für deren stehet. Welcher Ge-brauch im Hochdeutschen, besonders aber in der ed-lern Schreibart, langst veraltet ist, wo man auchviel, wenig und selbst mehr, welche sich noch amlängsten unconcrefciert erhalten haben, nicht gernmehr fo gebraucht.

2. Wenn zwar das Bestimmungswort die voll-ständigen Biegungszeichen hat, man selbige aberan dem Adjective wiederhohler; indem sie nur ein-mahl da seyn dürfen. Als man anfing, die Con»cretion sorgfältiger zu beobachten, die Empfindungdes Mannigfaltigen dabey aber noch sehr dunkelwar, fehlte man gern auf der andern Seite, undhäufte die vollständige Biegung an den Bestim-mungswörtern. Daher liefet man noch in vielenalten und neuen Ausgaben der Bibel: ein Behält-niß