Von dem Veyworte. §.ziz.Zi4. 64z
Von den zu Adjectiven conceescierten UmstandstWörtern, welche sich gleichfalls nicht durch bloßeWegwerfung der Concretion, als Umstandswörterwieder gebrauchen lassen, ist das nöthige bereits§. 289. gesagt worden. Ich bemerke nur noch, daßdiejenigen Umstandswörter, welche vor der Concre-tion die Ableitungssylbe er annehmen, um des Wohl-lautes willen keines Comparativ!, wohl aber desSuperlativi, fähig sind. Das Umstandswort oftlautet gesteigert öfter, öfterst, obgleich der Super-lativ so bloß, wie er da stehet, nicht üblich ist. Solles concrcsciert folglich in ein Adjectivum verwan-delt werden, so muß es nach §. 289. erst vermittelsteiner neuen Ableitungssylbe ( hier die Sylbe er,) .zu einem Advcrbio gemacht wenden; aus dem Po-sitivs oft wird also das Adverbium öfter; da diesesaber bloß um der Concretion willen gebildet worden,so ist es außer derselben nicht üblich. Concresciertheißt es der öftere Besuch, ein öfterer 2?cjucH,d. i. der oftmahlige, mehrmahlige, und im Super-lativ der öfterste, ain öftersten. D-5 Compa-rativ müßte öfterer, und concresciert der öfterere,ein öftererer heifsen, welche Zusammenkunft sovieler r aber das Ohr beleidigt. So auch der vor-dere, obere, untere, mittlere. Diese AbleitungS«sylbe er, welche der Endung des Comparatives imKlänge so ähnlich ist, hat denn fast allc Svrachlehrerverführet, dergleichen aus Umstandswörtern con-crefcierte Positivs für Comparative zu halten, un-geachtet die Bedeutung fo wenig comparatives hat,als eben dieselbe Ableitungssylbe in Vierer, sauer,heiter, laucer u. s. f.
§. 314. Da in der Zusammensetzung der erste AtelgstiModer bestimmende Theil in der Flexion der Regel zusammennach unverändert bleibt, so geschiehet auch die Stei-
Ss 2 gerung