Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
668
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66g i.TH. 2.Abschii.5.Kap. V.d.Beyw.

nothwendig oft irre führen, und in dem Fortgangeder Zeit, da sich mit der Ausbildung und Verfeine,rung der Sprache auch viel von dein ersten dunkelnGefühle verlieren mußte, häufte sich die Verwirrungnoch mehr, die bisherigen Sprachlehren unterhiel-ten sie, weil sie leicht über diefe ganze Lehre wegeil»ten, kaum den zehnten Theil der dahin gehörigenFälle anführten, und sich noch weniger angelegenseyn ließe«?, den Gründen dieser ganzen Declinationund ihrer Abweichungen nachzuspüren. Ich hoffebeydes geleistet zu haben, und überlasse es der Na-tion, ob sie nach deutlicher Erkenntniß dessen, wor-aus es hier nach ihren eigenen dunkeln Gesehen an-kommt, es für nöthig halten wird, hier ein wenigmehr Simplicität und Gleichförmigkeit einzufüh-ren, weil die fönst so verwickelte Declination derBestimmlmgSwörter dein Ausländer desto schwererfallen muß, da sie den Eingebornen so oft mißlinget.Das vornehmste würde dabey darauf ankommen, daßalle oder doch die meisten Ausnahmen weggeschaffetwürden, welche die Allgemeinheit des Grundsatzeseinschränken: daß die vollständige Viegung anden Bestimmungswörtern, wenn sie dessenfähig sind, nothwendig einmahl, aber auchnicht mehr als einmahl, bezeichnet werdenmuß. Besonders müßte man die allgemeinen Zahl-wörter, so fern sie jetzt schon vollständige Biegungs-zeichen annehmen, den übrigen Bestimmungswör-tern gleich machen, und nicht mehr alle vortreff-liche Männer, viele schöne Häuser sagen. Dochich will hier nicht wiederhohlen, weil dicfer ganzeAbschnitt fchon weitläufig genug gerathen ist.

Sechstes