67» i.TH. 2.Abschn. 6. Kap.
sen buchstäbliche Bedeutung nicht mehr denkt, wel-ches bey dem Deutschen noch dazu unschicklich zu-sammen gesetzten Nahmen Fürwort nicht Stattfindet. Verlangt man ja einen Deutschen Nah-men, so kann man sie Personen-XVörter oderpersönliche Bestimmungswörter nennen, weildas Verhältniß der Person doch das vornehmste ist,welches sie bezeichnen, und diejenigen, welche dasVerhältniß des Besitzes, des OrteS u. s. s. ausdru-cken, dasselbe doch immer aus die Person zurück füh-ren, und, wie besonders die Possessiva, die Personzugleich mit bezeichnen.
Fort- §. zz2. Die Pronomina bezeichnen keine Eigen-
setzung. schaften, weil sie sonst Adjectiva seyn würden, son-dern gewisse zufällige und veränderliche Verhältnisse,in welchen sich das selbständige Ding in dem Au-genblicke der Rede befindet. Derjenige, welcherjetzt spricht, folglich ich ist, kann in dem nächstenAugenblicke der angeredete, folglich du, und imnächst folgenden der abwesende Gegenstand der Re-de, folglich er, sie, es senn; was in diesem Augen-blicke mein ist, kann im nächsten dein oder seinseyn; ein Ding, welches diefen Augenblick durchdieses bezeichnet wird, kann im nächsten jenes seyn.
Daraus, daß die Pronomina zufällige Verhält-nisse ausdrucken, folgt zugleich, daß sie ursprünglichUmstandswörter sind. Allein da sie Umstandswör-ter sind, welche den Umstand nicht an und für sichund als außer dem selbständigen Dinge befindlich,sondern demselben einverleibt, darstellen sollen, sosollten sie auch billig conerescierc seyn. Allein eSfindet sich dabey eben die Ungleichheit, welche wirschon bey den Zahlwörtern bemerket haben; die dun-kele Empfindung predigte hier nicht in. allen Fällen
laut