VondemPronomkne. §.zz8-z?9. 681
Ein anderer Umstand, welcher nicht leicht ver-kannt werden kann, ist der, daß sie, so wie dieZahl-wörter, unvollkommene Biegungszeichen haben.Ich, du, er, sie, im Singular, und uns und euch, ,sind nackte Umstandswörter, ohne alles ConcretionS-Zeichen, aber Umstandswörter, welche Nahmen derDinge nach dem Umstände der Person abgeben.In rvir, ihr, sie, im Plural, scheinen alte Bie-gungslaute zum Grunde zu liegen, welches aus demGebrauche mit Adjectiven erhellet.
Hingegen haben die Dative und Accusativs,(uns und euch ausgenommen,) noch mehr aber derneuere Genitiv, schon merklichere DeclinationS-Zeichen.
§. ZZ9- Die persönlichen Pronomina sind Sub- Gebranchstantiva, das heißt, sie sind eigene Nahmen der der be-Dinge für den gegenwartigen Augenblick der Zeit, stimmten,welche von dem zufalligen Verhältnisse der Personhergenommen sind. Sie bedürfen also, als eineArt eigener Nahmen, weder des Artikels, noch einesGattungSworteö, zu ihrer Erklärung. Die beydenPronomina der ersten und zweyten Person werden zu-gleich durch den jedesmahligen Stand der Rede sogenau bestimmt, daß ein anderer Nahme noch mehrunnöthig wird. Derjenige, welcher seine Persondurch ich ankündigt, stellet sie zugleich mit allen fürden Augenblick der Rede nöthigen Bestimmungendar, und der, welcher mit du angeredet wird, er-kennet schon aus den Blicken und Geberden desSprechenden, daß er gemeinet ist. Da indessendieser Stand nicht so genau bestimmt ist, daß ernicht noch manche Erklärungen verstattete, so kön-nen sie allerdings Substantive neben sich haben,welche aber alsdann mit ihnen in Appositione ste-hen: ich, Sohn eines frommen Vacers; du,
Uu 5 ' Aönig