Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
682
Einzelbild herunterladen
 

6Z2 i.TH. 2.Abschn. 6. Kap.

D.öuig in Israel; ich armer Mann; mir ver-lassenen (nicht verlassenem,) Ninde; wir,^in-rvohner dieser Sradr. Ich kann auch mit demArtikel, als ein anderes Substantivum, gebrauchtwerben, in welchem Falls es aber, so wie andereWörter, welche nicht ursprünglich zu Substantivengepräget worden, unveränderlich bleibt: meinanderes Ich ist todt; der tVerth seines lie-ben Ich.

Genitiv §. Z4<z. Die sämmtlichen Genitivs dieser Pro-

dieser Pro- nominum sind von ihren Wurzellauten vermittelst»vmiumn. ^ Biegungölautes er gebildet. Im Oberdeut-schen behält man dafür im Singular häufig dieWurzellaute selbst, ohne alles Flexions-Zeichen, undda lauten sie mein, dein, sein, ihr; welche Formin der Deutschen Bibel noch häufig vorkommt, undum der Kürze willen auch noch von den Dichternbeybehalten wird. Ach, sprach er, ach! er-barmt euch mein. Gell. Man spottet sein.Im Plural ist diese Verkürzung nicht üblich.

Nur hüte man sich, den Genitiv des Pluralsunser und euer mit den possessiven Genitiven uns-rer und eurer zu verwechseln, wie wohl häufig ge-schiehet. Die persönlichen Genitiven sind von denNominativen uns und euch, ehedem eu, daher siemit der Blegungösylbe unser und euer lauten; diePossessiven sind von den Nominativen unser undeuer, daher sie unserer und euerer, zusammen ge-zogen unsrer und eurer heissen müssen. Gedenkeunser im Besten, nicht unsrer.

Gebr«uch H. 54,. Du ist das eigentliche Pronomen derde« du. zweyten Person, mit welchem eine jede einzele Per-son außer uns angeredet werden sollte. Es ist esauch lange Zeit geblieben; allein in den mittlern

Zeiten, -