Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
707
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Von dem Pronomine. §.?7v.z7i. 707

j'.mctive: diejenige Tugend ist groß, welcheauch in N)iderwärtigkeiten die Probe hält;derjenige Mensch, von welchem ich dir gejagthabe. Als auch absolut: ich verzeihe es den-jenigen, weiche Schuld daran sind. Im Ober,deutschen gebraucht man statt dieses Pronominishäufig jener allein: wir aber;u diesem Zweckejenes, was hie:bey nützlich ist, veranstaltenwollen; ihm in all jenem, rvc?s er vorbringenwird, Glauben beyzumessen. So wie manhier der Sache zu wenig thut, so pflegt man auf derandern Seite in eben dieser Mundart auch wohl dasder in derjenige, wie das absolute Demonstrati-vum zu decliniren, dererjemgen, denemcnigcn;welches aber im Hochdeutschen eben so fehlerhaft ist,als die vorige Verkürzung.

§. Z71. Derselbe, wird zwar oft auch bloß de- De- s-lbeterminativ gebraucht, für das vorige: ich habe unddenselben Mann nicht wieder gesehen, wel- icibigev.chen ich gestern sahe. Allein das ist ein Miß-brauch, indem aus der zweyten Halste der Zusam-mensetzung erhellet, daß es eigentlich die Identitätbezeichnet, und andeutet, daß das Ding, auf wel-ches der Sah zurück gefuhret werden soll, nur ein ^und eben dasselbe Individuum ausmacht, welchesderjenige nicht bestimmte, ob es gleich solches ausdem Zusammenhange schließen ließ. Es wird wiedas vorige decliniret, und nimmt, zu desto genauererBezeichnung derIdenti!at,gern noch das Umstands-wort eben vor sich: es ist eben derselbe Mann,welchen wir gestern jähen; es gibt zep.r noch .eben dieselben Fehler, als ehedem; er ist nocheben derselbe, der er sonst war. Wo oft auch .der Nachsatz weggelassen wird, da es sich denn aufein vorher genanntes Ding b eziehet, in eben der--

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