Von dem Pronomine. §.z8^Z8Z. 7^5
6. Die fragenden Pronomina.
§. ?8i. Man wendet einige der vorigen Prono- 2l>re ErklZ«minum besonders dazu an, den Fragsstand auszu- rung.drucken, oder eine Frage anzukündigen, und diesesind besonders wer, welcher und was, wovon diebeyden ersten nach Personen, das letzte aber unbe-stimmt nach Sachen sragt. Warum gerade diesezur Bezeichnung derFrage erwählet worden, ist leichteinzusehen, weil der relative Zustand eines Satzesnahe an der Frage gränzet, die Frage selbst abernichts hörbares hat, welches zu Bildung eigenerWörter gebraucht werden könnte. Da aber der Um-stand der Frage sehr zufällig ist, und gleichfalls nurfür den gegenwärtigen Augenblick der Rede gilt, sowerden diese Wörter, so fern sie nur einige Concre-rion haben, billig zu den Pronominibus gerechnet.
§. Z82. XVer fragt nach Personen, doch ohne FragewortUnterschied des Geschlechts und der Zahl, und wird, wer.wie das relative und determinative wer, decliniret:wer har das gethan? Antw. dein Freund, oderdeine Schwester, oder unsere Freunde; wes-sen Haus ist das? wein gehöret das ? vonwem hast du das gehöret? wen hast du ge-sehen? Man braucht also dieses Fragewort, wennman nach einer oder mehrern Personen fragt, aberweder die Zahl noch das Geschlecht derselben weiß,oder beydeS wenigstens nicht bezeichnen will.
§. M. Welcher fragt bestimmter, sowohl nach Von demPersonen, als nach Sachen, und mit Bestimmung welcher,sowohl des Geschlechts als der Zahl. Wenn aufdie Frage, wer hat das gethan? geantwortetworden, dein Freund, und man nun diesen Freundnäher bestimmt wissen will, so seht welcher:' die
Frage