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manchen Fällen hat sie eine diesen beyden entgegengesehre Bedeutung, und da scheinet sie aus an oderin entstanden Zu seyn; denn sie bedeutet z. auch eineBewegung an, in und nach etwas, welche oft inmanche figürliche Nebenbedeutungen ausschweifst:entrichten, an einen andern richten oder geben,enthalten, in sich halten, entbiethen, einem an-dern zubicthen; so auch empfahen, empfangen,empfehlen, empfinden, wo enr um des Wohl-lautes willen in emp übergehet. Dahin gehöretferner das alte, aber im Hochdeutschen erst seit kur-zem wieder erneuerte entsprechen, welches eigent-lich so viel, wie antworten, und figürlich gemäßseyn, überein kommen, bedeutet, und von vielen oh-ne Noth getadelt worden, wenigstens, was die Be-deutung und ihre Analogie betrifft, weil sonst auchantworten, entgegen, entbiethen u. s. f. tadel-haft seyn würden. 4. Einen Ursprung, entsprie-ßen, entspinnen, entbrennen, entstehen, ent-zünden, entglimmen u. s. f. für an.
er, verwandt mit ur, her und ver, sehr frucht-bar, neue Zeitwörter mitBezeichnung eines Umstan-deö von andern abzuleiten. Sie bedeutet: 1. eineBewegung in die Höhe, erheben, erhöhen, er-bauen, errichten, erziehen. 2. Eine Öffnung,erbrechen, z. Eine Veränderung aus einem Or-te, für aus: stch ergießen, erschöpfen, erfül-len; erwählen, erlesen, erkiesen, ersehen, ausmehrern. 4. Eine Annähermig, erreichen, er-strecken, erHaschen, ertappen. 5. Die Über-kommung des Besitzes, Erwerbung: erwerben,ersparen, erstehen, erhandeln, erobern, erkau-fen, erwarten, erzwingen. 6. Die Gegenwartfür her, dar: erlegen, erzählen, ertragen, er-scheinen, erweisen, erschallen. 7. Die Her--
vorbrin-