Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
746
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_ 746 i.TH. 2.Abschn. 7. Kap.

runzeln, scl»nun;eln, blinzeln für blindseln,kitzeln, meczeln, von dein veralteten meiden, nie-ten, schneiden, tat. melei-s, daher Meiden, einWallach, ein verschnittenes Pferd u. s. f. Zuwei-len anch eine Nachahmung wie scln, brennzcln,nach dem Brande riechen oder schinecken.

Fruchtbar- §. Z92. Das erste, was sich bey einer nur fluch-kcit dieser, tigen Übersicht dieser Nachsylben darstellet, ist, dasiAl'leitungs- der Begriff des verstärkten innern Grades so viele^' und die allermeisten Ableitungslautc hat. Warumdas wohl anders, als weil sich die Sprache ursprüng-lich ganz aus das Hörbare stützte, der Nebeubegriffder Verstärkung aber, so oft er auch ausgedrucktwerden Mußte, sehr unbestimmt tönte, und immernach dem Unterschiede des Gegenstandes, an wel-chen? man ihn dachte, verschieden war, daher manihn ans eine so mannigsaltige Art ausdruckte undausdrucken mußte. Andere Nebenbegriffe, z.B.der Wiederhohlung, der Verkleinerung u. s. f. sindbestimmter, und daher in ihren Ausdrücken einge-schränkter.

Vermittelst dieser Ableitungslautc läßt sich derGrundbegriff eines Verbi, wenn er dergleichen Ne-benbegriffe fähig ist, auf eine sehr mannigsaltigeArt verändern; besonders wenn auch die Buchsta-ben des Wurzelwortes zu desto stärkerer Bezeichnungdes Hörbaren zugleich mit verändert werden. EinPaar Beyspiele mögen zur Probe hinlänglich seyn.

Alten, alt werden; altern, sehr alt oder auch schnellalt werden; älteln, ein wenig alt werden, in-gleichen ältlich riechen oder schmecken.

Beben; bebern schnell und heftig beben; bs--bern heftig und mit einem dumpsigen jaute be-ben; pupern und puppern, mit harten Schlä-gen