Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
772
Einzelbild herunterladen
 

772 i. Th. 2.Abschn. 7. Kap.

seyn können. Nicht alle mit unvollständigen Prä«dicaten, z> B. wollen, mögen, sollen, lassen.Müssen, können U. s. f. welche zn ihrer Erklärungnoch ein anderes Verbum erfordern, wenn das Prä-dieat vollständig werden soll; ob es gleich Sprach-lehrer gegeben hat, welche alle diese Verba fürHülfswörter erklären, und dadurch die Conjugationohne Noth und Nutzen verwirren und erschweren.Nur solche sind Hülfswörter, durch deren Hülfedie zum Muster genommene Lateinische Conjugationumschrieben wird, und deren sind nur drey, seyn,haben und werden welche insgesammt Intran-sitiva sind und irregulär eonjugiret werden.

Hülfswörter sind Verba mit unvollständigenPrädicaten, welche entweder dem Infinitive oderdem Participio eines Verbi beygefüget werden,wenn dasselbe geschickt seyn soll, ein im Deutschenfehlendes Verhältniß des jäteiin'scheu Verbi auszu-drucken. Ein Hülfswort kann auch als ein Ver-bum mit einem vollständigen Präoieate gebrauchtwerden, z. B. seyn, wenn es da seyn, eristiren, be-deutet, es ist ein Gott, werden, wenn es mit ei-nem Adverbio verbunden wird, ich werde krank;allein alsdann kann es auch nicht als ein Hülfswortbetrachtet werden, sondern nur in so fern, als es einunvollständiges Pradicat bezeichnet.

Hülfswort §' 4IZ. Haben hilft die mangelhaften Zeitenhaben. des Acrivi und vieler Neutrormn bilden, macht aberseine eigenen mangelhaften Zeiten theils mit sichselbst, theils mit dem Verbo werden. Es wirdals ein irreguläres Verbum folgender Gestalt con-jugiret.

1. Indi-