8oo t. Th. 2.Abschtt. 7. Kap.
tis ist, ändert in der zweyten und dritten gern denVocal, und zwar a in ä, 0 in 0, und c in l oderic;ä in ie, wohin man. auch die alte OberdeutscheBiegung des ie in eu rechnen kann, welche noch beyden Hochdeutschen Dichtern vorkommt. Indessenist diese Änderung des VocaleS nicht ohne Ausnah-men, wohin z. B. haben, genesen, hehlen, ver-hehlen, pflegen, stehen, bewegen, wägen, er-wägen, erschallen, hauen, saugen, schaffen,mahlen, molere, gehören; ingleichcn diejenigen,welche sich schon merklich der regulären Form nä-hern, und daher den Umlaut nur Noch im gemeinenLeben haben, z.B. gähren, gebären, schwären,laden, kommen. Die wenigen auf u, thun,rufen, bekommen den Umlaut nie. In Ober-deutschland, besonders in Schwaben , bekommenbacken, blasen , braten, fangen, graben, han-gen, laden, kommen, laufen, rathen, saufen,schlafen und stoßen, den Umlaut nicht. Der Plu-ral des Präsents gehet allemahl regulär. 2. DerImperativ folgt zuweilen, aber nicht allemahl, demgebogenen Präsenti, und ist alsdann allemahl ein-sylbig, und leidet folglich kein e. z. Das Imper-fect bieget bloß die Wurzel, leidet in der erstenund dritten Person keine Biegungssylbe, und isthier folglich jederzeit einsylbig, weil jede Wurzeleinsylbig ist. In den höchsten Oberdeutschen Mund-arten ist es allemahl gedehnt, mich wenn die übri-gen Theile des Verbi oder zwey aus einander fol-gende Confonanten die Schärfung erfordern sollten:gewinnen, gewän, schwellen, schwol, stnsden, fand. Da-s ist bloß eine Eigenheit einetMundart, welche überhaupt zur trägen Dehnungso seht geneigt ist, und sogar, ist, bist dehnet.Im Hochdeutschen haben mw einige Imperfecte
die