Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
832
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FZ2 !. Th. 2. Abschtt. 7. Kap.

doch das Subject dabey ehedem mehr thätig gedacht^als jetzt gewöhnlich ist, weil dem rohen Naturmen-schen in der Kindheit seines Verstandes alles wirktund handelt. Daher bekommen denn rasten, ru-hen, schlafen, dauern, eirern, glänzen, glü-hen, grünen, haben, hangen, harren, kran-ken, kleben, knospen, können, mangeln, las-sen, rauchen, müssen, schweigen, sollen, ra-gen, rangen und so viele andere durchgängig ha-ben, ungeachtet ihre thätige Bedeutung heut zu Ta-ge nicht mehr so merklich ist. Besonders werdensiyen, liegen und stehen, welche im Oberdeut-schen seyn bekommen, im Hochdeutschen am hau-figsten mit haben verbunden, so leidend auch ihreBedeutung seyn mag.BerzeiHniß §.4??. Es erhellet hieraus zugleich, daß emderIittran- und eben dasselbe Intransitivum in einer Bedeu-fittve. tun«, haben und in einer andern seyn bekommenkönne und müsse, nachdem sie mehr thätig als lei-dend ist. Ich gestehe indessen gern, daß die bishergegebenen Regeln nicht auf jeden einzelen Fall zu-reichen werden; allein, wenn man das, was obenvon dem ältesten Zustande der Intransitive gesagtworden, erwäget, so wird man hierüber auch keinebestimmter» Regeln erwarten, weil bey der erstenEinrichtung dieser Verborum so vieles auf die Vor-stellungsart ankam. Es wird daher nicht undien-lich seyn, wenn ich ein alphabetisches Verzeichnis;der vornehmsten intransitiven Verborum hierhersetze, und bey jedem das Wichtigste in Ansehung die-ses Punctes anmerke. Es ist ganz nach alphabeti-scher Ordnung eingerichtet, weil die Partikeln derzusammen gesetzten doch oft die Bedeutung ändern,daher von den einfachen Wörtern auf oie zusammengesetzten hier nicht immer geschlossen werden ta-m.