Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
884
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684 >»TH. 2.Abschtt. /.Kap. Verbum tt.

den Grundes willen, ein bestimmtes Subject sehehäufig unbestimmt anzukündigen psiegen, d. i. manfängt einen Satz so unbestimmt als möglich an, umihn desto bestimmter zu endigen. Dieses geschiehetnun durch die unpersönliche Form, welche das Sub-ject unbestimmt ankündiget, es aber hernach mit allenseinen Bestimmungen hinter demVerbo folgen läs-set : es kommt jemand, es kennet ihn niemand,es war einmahl ein reicher Mann, es sindkeine drey XVochen; für die mattem, jemandkommt, niemand kennet ihn, ein reicher Mannwar einmahl, drey lVochen sind es kaum.

§. 452. In der vertraulichen Sprechart ist e6sehr gewöhnlich, eigentliche persönliche Verba, undselbst Intransitiva, wenn sie im Passiva stehen soll-ten, in ein unpersönliches Reciprocum zu verwan-deln: es sagt sich leicht, hier rvohnt es sichgut, es geht sich hier schlecht, es hat sich aus-gerirren. Dieses sind die einigen wahren unper-sönlichen Reciproca, denn die transitiven Imperso-nalia, welche ihren Casum Pronominis bey sich ha-ben, es hungert mich, es ahnder mir, sind esnicht, ob sie gleich in den meisten Sprachlehren da-für ausgegeben werden, indem der thätige und leüdcnde Gegenstand hier wirklich von einander ver-schieden sind. S. 448.

Ende des ersten Bandes.^ ««^^-5

Berich-