kampsender , Bater nicht: er läßt zween Söhne, diebeyde versorgt sind, er laßt den Ruhm eines redli-chcn Mannes hinter sich, und vielleicht bin ich ihmeiniger Trost, wenigstens seinem Namen keine Unehsre: er also kann mit Beruhigung seiner Auflösungentgegensehen', aber mir, der ich sein Benjamin war,dem er in seiner langivierigen Krankheit durch hundertklein eSorgsaltigkeicen die rührendsteZärclichkcic bewie»sen hac, wie muß mir da zu Muthe seyn? Ich habebey diesem Anlasse eine Betrachtung gemacht: dielangwierigen Krankheiten, die man sürein so großesUebel in der Natur ansieht, sind vielleicht eine ihrerwahren Wohlthaten, und ihrer größten: ohne siewürde die Trennung von so vielen Gegenstanden, dieuns an sich ziehen , zu empfindlich, und der Verlustuns theurer Personen unausstehlich seyn: diese Ueb^r-gange aber, welche den Körper entkräften, machen,daß der Kranke den Tod, um von seinem Leiden besfreyt zu werden, die Angehörigen aus Mitleiden gesgen ihn, mit Sehnsucht wünschen.
Lassen Sie mich von diesen düstern Gegenstandenzu meiner Aufrichtung noch lange mit Ihnen sprechen.Ja, mein theurer Freund: ich habe eine Gemahlinn,und wenn Ihre Geschäfte eö zugelassen hatten, denBrief, der von meiner Theresie und Eleonore vorher»geht, aufmerksamer zu durchlesen, so würden Sie eSgefunden haben: daß meine Frau Theresie heißt, unddas zärtlichste und liebenswürdigste Weib von derWelt ist.
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