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Ich mache Ihnen gleichsam einen Auszug auseinem Buche, da6 Sie, nach meinem Wunsche dochselbst lesen sollen! ich bin neugierig Ihre Meynungzu hören, und werde stolz seyn, wenn ich IhrenBeyfall verdiene»
Fast fürchte ich mich Ihr Urtheil über meinenMann ohne Vorurtheil zu wünschen! eö ist eine imGanzen wunderlicheRhapsodie: aber in einzelnenThei»len. — Aber kein Wort vorhinein; Sie sollen mires selbst melden, was Sie von meinen Schriften den-ken , von dem M. o. V., von meinen Reden ausTheresim, dem Bilde des Adels, u. s. w.
In dem Reiche der Literatur ist bey uns nichtsMerkwürdiges vorgefallen. Aber der grosse Gegen»stand der allgemeinen Erwartung ist die Schaubühne,welche ein junger reicher Wechsler, mitNamen BeN-der übernommen, und die Aufsicht darüber Heufel-den aufgetragen hat. Hmftld nahm KltMMeNzum Thcatralsekrecar und Gehülfen an: und Sie se-hen wohl, daß ich, unter solchen Aspekten, meine Brie-fe über die Schaubühne nicht fortsehen konnte. Indem letzten Blatte finden Sie die Verheißung derneuen Impressa; ich wünsche aufrichtig, daß sie inErfüllung gehen ' mein Schluß ist ein wenig nackisch:Sie erinnern sich doch der Anrufung im Lucanus:
t^lunli ti non slism veoturo süts Lrc.
Daraus habe ich ange'pielt. Bender ist entschlosseneinige zwanzigtausendGulden aufdie Verbesserung derBühne zu wenden: prächtige Schauspiele werden wir
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