Mehrteiliges Werk 
Briefe Deutscher Gelehrten an den Herrn Geheimen Rath Klotz / Herausgegeben von J. J. A. v. Hagen, Lieut. des Königl. Preuß. Reg. von Anh. Bernburg
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ratur leidet darunter; und die Hiße ihrer Freunded ient nur einen Streit langer zu unterhalten, der sehrungleich ist. Sie haben einen Ruhm zu verlieren;und daß haben Ihre Gegner nicht. Aßillg alleinist ein Mann, der um die Literatur verdient ist, aberLeßing hüt vielleicht nicht den Ruhm, der nochwesentlicher ist, den Ruhm eince so guten Man«nes. Dieses Wort sey unter uns beyden auf unserewechselseitige Ehre verschlossen, ein Zeichen meinesZutrauens gegen Sie! und in eben diesem Zutrauenfahre ich fort, Sie zu bitten: lassen Sie Ihren Mit-arbeitern an der Bibliothek, alle kleinen, und oftsehr herbey gezogenen Anspielungen auf LeßtNgeNund Herdern nicht angehensolche Stichelcyen ent-scheiden nichts, aber sie erwecken den Argwohn derParthcylichkeit, und machen die gcgründesten Urtheileverdachtig. Ihre Freunde müssen da« Herz haben,durch edlere Beweise, der Welt zu zeigen, daß sie IhreFreunde sind! und Sie, mein Freund, widerlegenolle Verlaumdungen am kräftigsten, wenn Sie fort«fahren die Welt durch ewige Schriften aufzuklaren.

Abt ist wirklich nicht selbst von hier gegangen, son-dern verabschiedet worden, weil er so gar erbärmlichist: so elend als er den ^roöman gespielt, habe ichmir ihn gar nicht denken können. Das Publikumwollte das Stück gar nicht zu Ende kommen lassen:allo gab man ihm nach der ersten Rolle die Beurlau-bung: seine Frau ist etwas ertraglicher, doch mchrauch nicht; und ich wünschte, R^'*^ hatte sie nichtempfohlen: man hat dadurch gegen ihn eine starkeVermuthung auegebracht, die seine Urtheil über die

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