Mehrteiliges Werk 
Briefe Deutscher Gelehrten an den Herrn Geheimen Rath Klotz / Herausgegeben von J. J. A. v. Hagen, Lieut. des Königl. Preuß. Reg. von Anh. Bernburg
Seite
37
Einzelbild herunterladen
 

führen, deren Glaubwürdigkeit eben darum verdachttig wird, weil sie zutragen: R*** hat nicht vonIhnen ohne Hochachtung gesprochen, dann er konntees nicht: eS liegt vielleicht gewissen Leuten daran, Siemit ihm zu entzweycn, von denen dieß Gewasch her»rührt. Müßte ich nicht langst auch schon Ihr Feindseyn, wenn solch Zeug in meiner Seele nur eini?gen Eindruck machen könnte: ist hier ein Officier,der öffentlich behauptete, mit Ihnen gespeißt zu ha»den, da Sie von mir auf da6 Verächtlichste gespro-chen hatten: anstatt dieß zu glauben, was that ich?ich veranlaßte eS, daß dieser Mensch um die Zeit ge»fragt ward, da dieß geschehen seyn sott: damals, ver-setzte er, ohne sich lange zu bedenken, als er vor zweyJahren nach Halle kam: er ließ sich bey Klotzen mel-den, aber er ward nicht vorgelassen. Ich war vorzwey Jahren in Leipzig ; der Mann urtheilte also, ichwäre auch in Halle gewesen, und baute darauf seineLüge» Er ward aber davon überführt, der Herr, andessen Tische diese Rede vorkam, sagte ihm trocken.ihre Zeitrechnung muß sehr unrichtig seyn, S0NMN»fels kam nie nach Halle. Wenn Sie wollen, sowill ich R*** über diesen Punkt ausholen- istnicht möglich, sage ich noch einmal, daß der MannIhre Freundschaft nicht erwiedere»

Weisse mag wohl ein wenig kalt gegen Sie seyn:und dieß von Rechtswegen; warum veranstalten Sieauch eine Bibliothek, die der seinigen so nachtheilig>st. Ich kenne ihn von Person; er hat mir unlängstgeschrieben, und mich versichert, ich gehörte unter dieklaßischen prosaischen Schriftsteller Deutschlands :

T z mei»