Mehrteiliges Werk 
Briefe Deutscher Gelehrten an den Herrn Geheimen Rath Klotz / Herausgegeben von J. J. A. v. Hagen, Lieut. des Königl. Preuß. Reg. von Anh. Bernburg
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die zweyte Auflage de6 schönen Werkes von geschnitte-nen Steinen, gesinnt sind! Aber ohne Ziererei), oh-ne eine tückische Bescheidenheit gesprochen : könnenSie diese Zuschrift in den Augen der Welt rechtferti-gen ? was habe ich gethan, thun können, dae dieseEhre verdient? werde ich Ihnen nicht sagen müssen ,was mein Kaiser zu mir sprach, als ich um die Er-laubniß bat, ihm meine Polizey zu zueignen: waskönnen Sie von mir sagen, darüber ich nicht als übereinen unverdienten Lobspruch crröthen müsse? MeinWille, der Literatur und den Wissenschaften einenDicnst zu leisten, da6 ist alles. Mag es also dieWelt als ein unentgeltliches Geschenk Ihrer Li?be anse-hen, die Welt, welche mit uns Zeitgenossen ist: undmag die Nachwelt, auf welche ihr Ruhm immer leb-haft wirken wird,'wenn sie meine Versuche langst wirdvergessen haben, mag sie Klotzen für einen Bürger»annehmen, daß ich nicht ohne Verdienste war.

Eine fast ahnliche Ehre hat mir R*** im--... zugedacht; ich weiß nicht, ob er dasthun wird, was er vor vielen Monaten zu thun wil-lens war: er ist in seinen Zuschriften gegen mich spar-samer ; aber immer in dem wärmsten Tone derFreundschaft: ich weiß nicht, warum mein Herz sichbestandig dem Gedanken widersetzt, M'^ wärenicht mehr Ihr Freund: in meinen Briefen redet erbestandig mit der Hochachtung, die Sie verdienen,immer mit einem gewissen Antheil und auch Er istein Genie, das Klotzens Aufmerksamkeit verdient.Mein lieber Freund! lassen Sie sich doch nicht durchdas Zutragen solcher Leute in ihrer Liebe gegen ihn irre

süh.