nicht heraus : ich habe aber an einen Freund in Paris geschrieben der mir ee schicken wird, sobald es dortin der Akademie abgelesen wird, und alsdann werdeich es Ihnen unverzüglich schicken: ich werde mich auchbemühen, Nachrichten von Trevier einzuziehen: frey»lich ist er nicht der Mann, aus dem man die Ge»schichte studiren darf, inzwischen laßt er sich doch gutlesen. Die Nachricht von Ihren studierenden Schau-spielern ergößt mich, und es wundert mich um so vielmehr, da die meisten doch wenige gute Muster wer-den gesehen haben: sie haben z>var wohl die Naturvor sich, aber eben dies-? zu studieren, ist keine gerin,ge Kunst: vielleicht werden einige dadurch so klug,daß sie ihren wahren Beruf fühlen lernen: denn solang? nur Waschcrmadchen und HandwerkSpurscheunter unsere deutsche Truppen gehen, werden wir keinenRosciuS finden. Ich habe immer geglaubt, und von
Nicolai gehört, daß Winkelmann die Stelle bey
dem ^luü«eo in Berlin erhalten würde? Desto besser,wenn eS nicht geschieht i denn dieser ist an keinemOrte besser, als in Rom aufgehoben, und seine klei>ne Eitelkeit findet dort mehr Nahrung: er hat mirletzthin geschrieben, daß sein grosses Werk, welcheslauter noch unbekannte Alterthümer enthalten soll,doch noch, ungeachtet seines StreitS mit Casanova ,das Licht sehen sollte. Baust kann, wenn er will,schon etwas gutes stechen: die beyden Bilder aus demWinklsrischen Cabinette, die er nach Rembrandt gestochen, sind ihm sehr gut gerathen; nur muß ereine gute Zeichnung vor sich haben: endlich ist dieseArt von Leuten so theuer, daß kein Verleger gern
von