Mehrteiliges Werk 
Briefe Deutscher Gelehrten an den Herrn Geheimen Rath Klotz / Herausgegeben von J. J. A. v. Hagen, Lieut. des Königl. Preuß. Reg. von Anh. Bernburg
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von Kupferstechen hören will: ich muß für ein kleinesBildniß für die Bibliothek itzt immer zo bis 4»Rthlr. bezahlen. Der arme GleitN dauert mich:ich habe aber immer die gute Hoffnung, daß, wenn«in Gelehrter krank ist, die Hypochondrie der Sißdeß Uebels sey. Der Berlinischen allgemeinen Bisbliothek zu gefallen halt schwer '. cS wäre schon derMühe werth, daß ihre Urtheile bisweilen beleuchtetwürden: aber die Verfasser haben sich so furchtbar,wie ihre Soldaten gemacht: jeder friedliebender Austor ist froh, wenn sie über der Gränze bleiben. Mitehesten schicke ich Ihnen einen neuen Beytrag zumdeutschen Theacer. Ich umarme Sie indessen vonganzem Herzen, und bin Lebenslang rr.

Leipzig den 21. März. l?ss.

5?ch müßte Ihrer Freundschaft und Güte nicht^ werth seyn, mein theuerster Freund, wenn micheine so liebreiche Kritik, wie die Ihrige ist, beleidiggen könnteso empfindlich ich für das Lob wahrerKenner bin, so dankbar bin ich auch gegen ihren Ta»del: die Eigenliebe verblendet uns ohnedieß nur allzu-oft gegen unsere Fehler. Glauben Sie inzwischennicht, daß ich so wenig Autor bin, meine Poetenohne alle Vertheidigung aufzugeben, nein, es ist dieerste Frucht meiner komischen Muse, und wer hat seisne Kinder nicht lieb? Ich brachte sie zur Welt, dader Streit zwischen den waßerigen und einherdonnern-

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