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feine Handlungen verherrlichet hat, verbinde'. alledergleichen Redensarten : sey deines NamenS, den duträgst, würdig ; er heißt Raphael, und ist ein zwey»ler Raphael; wir sind Brüder, laß uns auch brü-derlich? Gesinnungen haben, u» s. w. sind nach meinernBedünken keine Wortspiele, und passen nicht auf die»jenige Instanz, die Sie anführen: spräche er: Ajaxheißt tapfer, also mußt du tapfer seyn, so würde icheö für ein Wortspiel halten. Eben auö diesem Grun-de glaube ich auch, daß der Vers des Sophokles wohlzu entschuldigen ist, wenn er sagt: wer sollte es wohlglauben, daß mein Name so sehr mit meinen Schickssalen übereinkömmt? eS ist einem kummervollen Ge-müthe, sehr natürlich, daß es solche Vecgleichungenanstellet, und eine Nebenidee, die sich ungefähr an»beut, auf sich zieht: wenn ich sagte: er hat den TitelVater des Vaterlandes, und seine Handlungen stim-men damit überein — er führet den Namen in derThat; so ist doch etwas ganz anders, als der Schluß,den Herr Theodor auf seine Dorothea machet; dennhier ist nicht die mindeste Ähnlichkeit zwischen einerGottesgabe, und dem Heirachen, und die Namenführen auf nicht die geringste Nebenidee zu einer Ver»anlasiung auch eines solchen Schluß. Weisen Siemich zu rechte, werthester Freund, wenn ich irre: nie»mand laßt sich lieber belehren, als ich, zumal von einemManne, der, wie Sie, Geschmack und Gelehrsamkeitverbindet.
Nehmen