wenn auch ein Gedicht voller Nachlaßigkeiten wäre,so sieht man doch bald, ob die Anlage zu einem künf-tigen Dichter da ist'. ich finde aber in des Hrn.Gedichten auch nicht einen neuen oder unerwartetenGedanken, nicht einen Funken von poetischem Genie iüberall ängstliche Bemühungen etwas schönes zu sagen,die ihn aber immer hintergeht. Ich habe dieß aufs
neue in seinen-----gesunder»'. ich habe ihn
auch frey beurtheilet, aber allezeit mit der Ächtung,die ich seinen übrigen Verdiensten schuldig bin. WennSie etwas über ihn vermögen, so halten Sie ihn nur
zurück, daß er seine---> nicht drucken laßt,
oder ihnen denselben erst zur Kritik mittheilet. Erhat mir vor einigen Jahren die Ehre angethan, undmir eine Probe davon geschickt: aber ich muß geste-hen, daß ich sie zu seiner Ehre unterdrückt wünschte :ich habe eö ihm auch mit aller möglichen Freimüthig-keic geschrieben, und um ihn davon zu überzeugen,eine weitläuftige Kritik beygeleget«
Ueber dasjenige, was Sie, liebster Freund, ander angeführten Stelle des Homer tadeln, bin ichnicht mit ihnen einig. Ich finde kein Wortspieldarinnen, da Homer nicht auö der Bedeutung desNamens einen Schluß zu machen suchet. Er saget,wir führen einerley Namen, wir haben einerley Ge-sinnungen, also laß uns auch beyde ?c. er machet alsogar nicht aus seinem Namen ein Spielwerk, sondernes ist eben das, als ob ich sagte: du führest den Na-men Achilles , sey auch ein Achilles in deinen Thaten!Es ist eine blosse Vergleichung der Ideen, die ich mitden Namen eines grossen Mannes, der ihn durch
seine