Mehrteiliges Werk 
Briefe Deutscher Gelehrten an den Herrn Geheimen Rath Klotz / Herausgegeben von J. J. A. v. Hagen, Lieut. des Königl. Preuß. Reg. von Anh. Bernburg
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verfochten wirdso muß der Gegmpart unterliegen.Aber sonst scheint mir Herr Dusch nicht zu den ganzschlechten Kopsen zu gehören I und wenn ihm ein wirk-lichcr Nachtheil aus Recensionen erwachsen wäre: sowürde es mir nahe gehen, woferne ich der Verfasservon jenen wäre. Überhaupt habe ich öftere bey mirmit der Frage Bedenken gehabt, ob es einem ehrli-chem Manne anständig sey, scharfe Kritiken zuma-chen. Denn, wenn sie schaden? Unterdessen, glau-be ich doch am Ende, daß man Leute, die, ohneTalente (welches man bald merken kann,) und ausEitelkeit zu der edlen Function des Schriftstellers sichzudrängen, mit Verachtung abweisen, und andere,die sich, nachdem sie Muster geworden, ärgerlichvernachläßigen, demüthigen dürfe. Diesen lchternschadet man nicht mehr, und den erstem ist es viel-leicht nicht einmal möglich zu schaden, weil sie alsDummköpfe unter einer I'roviäentlÄ lxsciizMimÄ ste-hen. Ausserdem, wie viele Leute lesen wol Kritiken ?Ach! unser ganzes deutsches Publikum für die Littera-tur, womit wir oft so stolz thun, besteht vielleichtaus einigen hundertjungen Leuten, und wenigen an-dern Personen vom Handwerke. Für alle übrigesind wir gar nicht da. Auf der andern Seite, solltees nicht eine Nachsicht verdienen , daß wir unö mei-stens in der Nothwendigkeit befinden, etwas zu schrei-ben, nur damit wir erst bekannt werden, und dadurcheine Stelle bekommen, die wir uns selbst, und fei-nen Niederträchtigkeiten wollen zu danken haben?Aber, wofernc wir ?rstwarm sißen '. dann sind auchwirklich die Heilkräfte auf den Anticyren unzu!äng-F 5 l-ch '