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und doch blieb ich Wochen lang meinen Dank für einso angenehmes Geschenk schuldig.' Wie konnte ich an-dere? Nur einen gesunden, und zugleich ruhigen Tag,nur einen, und ihn zu Gesprächen mit meinen Musen-freunden anzuwenden, hoffte ich von Tag zu Tag zuerleben; allein, ich schwör es bey meiner Freund-schaft, nicht diese kleine Hoffnung wurde in den dreyenMonaten erfüllet. Und nun, mein liebster Freund,nun ist beschlossen, gewaltsam mir mehr al6 einen ru-higen Tag zu verschaffen. Man wolle mich lassenoder nicht, so reise ich davon, und überbringe Ihnenmeinen schuldigen Dank in eigner hohen Person»Sind Sie, mein werthester Freund, damit zufrie-den? Den istcn Aug. nämlich denk ich nach Lauch-stedt abzureisen, den zten aber bey Ihnen in Halleeinen Besuch abzulegen. Unterdcß, mein Werthe-ster, lesen Sie beygehende Kleinigkeiten, und sagenmir dann, ob etwas Ihres Beyfalls würdiges dar-unter ist, damit eS, in der Ausgabe meiner Werk»chen, an der ich ißt mit etwas mehr Ernst, als bis-her, arbeite, aufgehoben werden kann. Dem HerrnProf. Meyer und Iacobi bringe ich Ihre Exem-plare mit, wenn ich sie unterdessen noch von Berlin erhalte.
Ihnen, meine wertheste Frau Geheimderathinn,denn Sie stehen doch eben bey meinem Freunde, Ih-nen sage ich, für Ihr gutes Andenken an mich, denzartlichstcn Dank, und versichere Sie, mit meinerbesten Aufrichtigkeit, daß ein grosser Theil der Freude,die zu Halle auf mich wartet, oder vielmehr, die ichmir verspreche, von der Freundlichkeit abhanget, mit
wel-