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Ihren Freunden immer so gesund, so vergnügt, alscö wünschet Ihr zc.
Vermuthlich hatte Herr Glei'mden Anlaß zu diesemSinngedichte, und auch wohl zugleich diesen Briefver»gesscn, da er die Aufgabe seiner Sinngedichte reranstal,tete: denn sonst hättecr, glaubich, den Namen AlotZin selbiger hier nicht weggelassen. aber die Erklä-rung, die Herr Glcim, in einem Briefe rom 2ö.Dec.1770, dem Herrn ^lotz hierüber thut, mitdemüber-einkömmt,was er in diesem Briefe sagte, mag er selbstentscheiden. Sie lautet also:
„ Das Sinngedicht: ?Leßing, Hagedorn?e. war^, vorher gemacht, ehe ich meinen Bloy noch kannte.„ Die erste Handschrift wurde zum Drucke weggegeben,„ und vergessen, daß ich in einer Abschrift meinen„ Vlcizden bcydenandern grossen Kennern beygefüget„ hatte. Daß Sie diese Vergessenheit nicht bemerkten,„ mein theurer Freund, dafür dank ich Ihnen. In„ der neuen Auflage der Sinngedichte soll es hergestellt„ werden, Sie mögen nun bey L^ßing stehen wollen oder„ nicht. Die unparthcyische Welt wird es finden, daß„ ihr da beysammen an der rechten Stelle steht. „
Halberstadt den 29. Julii 1767.
H H nd könnt ich meinem Klotz weiter nichts sagen,als daß ich sein Freund, und sein Bewundererbin, so muß ich dennoch mich loSreissen, und Ihmschreiben. Ja , doö muß ich, bester Freund! Welchein fürlrefflich Geschenk machten Sie mir mit Ihremkleinen Buche von dem Geschmacke in Münzen :r.Wie riß ich cS an mich, mit wie viel Vergnügen lasich es zehnmal, wieviel wichtiger als alles Lob, warmir das Beywort, das ich bey meinem Namen fand,
und