wcene Briefe von Hncn ^ mein t'^e crsier Freund,
^ bliebe,-, unbeantwortet; viele Geschäfte, Krank-heit, und selbst der Besuch unsers lieben kleinen Ja-tobt waren Schuld dqran?
Mir thut es recht sehr leid, daß er so wenig Nei-gung hat, in Halle zu bleiben, oder nur, daß erdie Zeit seines Daseyns nicht vollkommen zufriedenzubringet. Denn er scheint, mit diesem seinem Auf-enthalte äußerst mißvergnügt zu seyn.
UnzalFgemale wünschten wir, wahrend seinesangenehmen Besuches , daß unser Klvtz uns nichtfehlen möchte.
Für das neue Stück der Bibliothek danke ichmeinem werthesten Freunde, dem Verfasser der Kri-tik über die Lieder der Deutschen! Nimmer hätte ichgedacht, daß der Verbesserungen, oder vielmehr derVeränderungen, so viel waren; dann noch nie nahmich mir die Mühe, meine eigene Lieder nachzusehen!«eil-ich sie einmal nicht für meine Lieder halten wollte,wenn ein anderer Verstand daran geholfen hätte ? Einanderes sind Kritiken, diese nimmc der Virtuose seib-sten mit Vergnügen an, aber auch den Pinselstricheiner fremden Hand duldet der Kenner in keinemGe-malde eines grossen Meisters? Meine Kleinigkeitendurften noch wohl entheiliget werden, sie waren dieersten Versuche meiner Jugend , aber an die Meistersstücke eines Naphael mußte kein verbessernder Pinsel
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sich