Mehrteiliges Werk 
Briefe Deutscher Gelehrten an den Herrn Geheimen Rath Klotz / Herausgegeben von J. J. A. v. Hagen, Lieut. des Königl. Preuß. Reg. von Anh. Bernburg
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sich wagen. Was würde daraus werden, wenn die-ser Frechheit kein Einhalt geschahe ? Hatten wir einenHorah, einen Virgil , wenn die Kritik der Alten sowenig Achtung für den Originalcharakter einesSchriftstellers bezeiget hatte? Doch, Sie haben al-les darüber gesaget, mein liebster Freund, denn ohneZweifel sind Sie selbst der Verfasser dieser männli-chen Kritik, die meinen vollkommenen Beyfall hat.

Den Gedanken, Halle zu verlassen, müssen Sie,mein theurer Freund, nicht haben. Wo findenSie einen König, der, wie unser Anedench, demVerdienste Lobreden halt? Ich sihe unter einemThurm vonRechnungen, eine traurige Beschäftigung I^ Mit dem Kopfe voll Zahlen, was könnte ich, meinTheurer, Ihnen noch schreiben ? Leben Sie alle»zeit wohl ic.

Halbcrstadt den 4. Febr. 1768.

ier haben Sie, mein theuerster Freund, hierhaben Sie den Huber? Sie können ihn im-mer so lange behalten, als Sie wollen. Wollen Sieihn beurtheilen, so machen Sie es immer einmal nichtzu arg! Ich lernte vorigen Sommer ihn kennen, denfranzösischen Deutschen. Er ist ein sehr liebenswürdi-ger Mann ; der noch viel gute DorsHe hat, eine all-zustrmgc Kritik würde ihn abschrecken, sie auezu-führen.

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