Mehrteiliges Werk 
Briefe Deutscher Gelehrten an den Herrn Geheimen Rath Klotz / Herausgegeben von J. J. A. v. Hagen, Lieut. des Königl. Preuß. Reg. von Anh. Bernburg
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Hier haben Sie auch den vergessenen SectanuS,»der, wie er eigentlich heißt, den Sergardi, in de«Blainwillischen Reisebeschreibung, 2ten Bandes lsteAbtheilung xsx. 342. xzx. Z98. und sonst an inehlrern Drten, finden Sie sehr gute Nachrichten, vondiesem Horazischen Satir! Eine neue Ausgabe wäreden Kennern der lateinischen Musen ganz gewiß einfürtreffiiches Geschenk. Hatten Sie, mein theurerFreund, nicht selber Lust, eine zu besorgen, wie?wenn Sie alsdann unserm Mellsel / oder IhremHerel sie besorgen liessen? Ich wollte dann die typo-graphische Gesellschaft überreden, sie zu verlegen« DieBedingungen sollen Sie selbst machen^ ich will siesuchen durchzusetzen.

Endlich, mein liebster Freund, empfangen Sieauch emen Davidischen Klagegesang? Neulich besuch-ten mich dreye von Ihren Musensöhnen, einer sagtemir, Sie hatten mein Mosaisches Lied öffentlichvorgelesen, und Ihren Beyfall bezeiget. Wozu kannder Beyfall eines Klotz, nicht ermuntern? nicht be-geistern! Sagen Sie mir also doch, ob auch diesesLiedchen Ihnen gefiel, vielleicht versuche ich dannnoch einige solche ernsthafte hebräische Krieg?Sgesäng !Manche Davidische Psalmen sind gewiß nichts andersals Kriegeölieder! Aber unsere Theologen müssenSiezurückhalten, denn was werden sie sagen, wenn siesehen, daß ein scherzhafter Liederdichter sich unterstehet,die hohen Gesangs zu singen!

Ich umarme Sie, mein liebster Freund, mitden Empfindungen der zärtlichsten Liebe, und binswig,c.

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