^ ^ ^
127
zur Aufmunterung dienen würde; versichre aber noch-mals, daß ich kein Schmeichler, sondern ein vonUeberzeugung durchdrungner Verehrer des wahrenVerdienste bin; der ich mit größter Hochachtung undVerehrung ersterbe ic.
Jauer den 26. Aug. 1767.
<^>e Antwort, womit Sie meinen Brief beehrthoben, ist mir auenehmend schaßbar , da Siemich nicht allein versichert, daß der Mann, den ichlängst unter die Zierden und Beförderer unsere sichder Vollkommenheit nähernden Jahrhunderts zahlte,meine geringen Abhandlungen einiger Aufmerksamkeitwürdigt, sondern mich aus die liebenswürdigste Artseiner Hochachtung versichert. So sehr mich die Fein»heit des Geistes, und das über das weite Feld derKritik herabsehende Genie in Ihren Schriften gereizthat; sosehr, und noch weit mehr freue ich mich überdie Züge des vortrefflichen Herzens, die mir in IhremBriefe vor Augen liegen. Ob ich mich gleich viel zuunfähig achte Ihren Ruhm, der durch den Beyfalldes grossen Königs sicher gegründet ist, unter uns zubefördern; so nehme ich doch an allen Begebenheitendes Helden Antheil, der in dem Roman meines Her»zenS eine so glänzende Rolle spielt. Oft habe ich michüber meine Parteylichkeit gewundert, die mich an denSchicksalen eines Gelehrten immer mehr Antheil neh»men ließ, als an des andern, der dsch auch mit
Ver»