Jauer den »4. Nov. 1763.
ben schreibt mir Herr Prof. StNlensee aus Lieg»nih: Herr Klotz geht als Dberbibliothekar nachDreßden: wissen Sie elwaö nähers? Nein, meinlieber Struensee, ich weiß gar nichte.
Diese Nachricht war mir so unerwartet, daß ichan meinen Schreibctisch eilte, um Ihnen, theucrsterund bester Freund, Glück zu wünschen. Denn ichglaube, Sie sind überzeugt, daß ich an allen IhrenSchicksalen sehr viel Antheil nehme, und daß micholles rühren must, was Sie irgenvS betrist. Dennkönnte ich nach den überzeugenden Proben der uneigensnühigsten Freundschaft, die sich bloß auf die süße Symspathie unserer Geister gründet, eine Empfindung inmir aufspüren, die Ihnen entgegen wäre, ich wollteihr bis an die Ouelle deö LebenS nachdringen, und sietodtem Aber dürfen Sie auch auö Halle sort? dieUniversität würde durch Ihren Abgang einen wichti-gen Verlust erleiden. Ihr Name schallet so weit,und Ihre Verdienste sind so unstreitig, daß ichglaube, eine kurze Frist würde meine Weissagungrechtfertigen.
Da ich weiß, daß Sie auch manchmal Kleinig-keiten der Schulen eines Blicke würdigen, fo habeich einige Zidros mmore8 beygelegt; ich bin überzeugt,daß sie weit unter Ihrer Erwartung seyn müssen; aberman darfja auch einem Freunde seine Gebrechen zei»gen; deckt er sie sanft mit seiner Huld, so wird selbstK nm