Mehrteiliges Werk 
Briefe Deutscher Gelehrten an den Herrn Geheimen Rath Klotz / Herausgegeben von J. J. A. v. Hagen, Lieut. des Königl. Preuß. Reg. von Anh. Bernburg
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in dem leidenden Theile ein angenehmes Gefühl er-regt. Ich wollte, daß es der Raum erlaubt hätte,die Abhandlung über die Sotratische Lehrarc weiterauszuführen. Wundern Sie sich nicht, daß Iarbasin der Dibo vorkommt; ich lasse ihn blos ineognitoerscheinen, eine Grille von einer Situation auszufüh-ren; und in Iaucr bin ich Kunstrichtec gemy, umden Ton allein anzugeben. Herr Riedel hat michauf die allerangenehmstc Weise durch seine Briefe überdas Publikum überrascht. Fast möchte ich mich schä-men, unter den glanzenden Tirkel seiner Freunde mitauszutrecccn. Aber da er es nun einmal haben will,so bin ich ihm viel Dank schuldig, und er hat die hy-pochondrische Laune durch diesen Beweis seiner Freund-schaft auf eine Weile von mir weageschcucht. Möch-te sie doch zu den Feinden meiner freunde fliegen, undst so lange cmalcn, bis sie menschlicher und gesitteterdenken lernten. Muß mir nicht hier Herr LeßtNgeinfallen? Er hat durch seine Briefs seinen morali-schen Tharakter der Welt nicht empfohlen, wenn auchHerr Nicolcü daß Papier dazu aus Rom holen ließ»Ich finde ihn weder roscnroth noch purpurfarbig, son-dern ganz gelbe von Galle . Wir hielten seine Hihegegen LangM vor Hefen der aufbrausenden Jugend;aber nun wissen wir doch, daß sie ein Bestandtheilseines Charakters ist.

Herr Riedel schickte mir zum Spaß die Biblio-thek der elenden Scribenten mit, und Mirakel! ichfand auch unter der schwarzen Bande der Pränumesrancen den Rector Bauer aus Lauban , nun in Hirsch-berg, zwar noch nicht auf goldnen Stühlen sißen,

aber